#wissbar19: Erfolgreiche Premiere des Wissenschaftsbarcamps

Erstmals hat das Forschungszentrum dkmi mit dem #wissbar19 ein zweitägiges Barcamp für angewandte Forschung organisiert. Fazit: Es hat funktioniert. 35 TeilgeberInnen haben in 20 Sessions offen über Forschungsfragen diskutiert.

Das erste #wissbar19 des fz dkmi, Foto: h_da/Steven Wolf

Es war ein großes Ziel: Diskussionen, Brainstormings und Sparrings anstelle der auf wissenschaftlichen Konferenzen oft üblichen Powerpoint-Ergebnispräsentationen. Einige hielten das für kaum erreichbar – sie fürchteten, dass WissenschaftlerInnen sich nicht in die Karten schauen lassen aus Angst vor Konkurrenz. Elfenbeinturm für immer?

Schnell hat sich gezeigt, dass die Befürchtungen überflüssig waren – zumindest unter den Anwesenden. Spricht: Vermutlich lockt das offene Format Barcamp ohnehin nur Menschen an, die auch inhaltliche Offenheit leben. Unter den Teilnehmenden gab es eine angenehme Mischung aus Gästen aus Österreich und Deutschland – ProfessorInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und Promovenden – sowie einigen Forschungsinteressierten aus Unternehmen.

Die Palette der diskutierten Themen war breit. So gab es beispielsweise Sessions zu Methoden und Theorien – etwa zu empirischer Sozialforschung, Grounded Theory oder Theorien der Digitalisierung – oder es wurden erste Entwürfe von Modellen diskutiert, so zu Reifegraden der digitalen Kommunikation oder zu Design Sprints für die Kommunikationsstrategie. Auch Forschungsideen und die Entwicklung entsprechender Strategien hatten ihren Raum, beispielsweise, wenn es um Künstliche Intelligenz und betriebliche Weiterbildung, um Forschung zu Content Strategie, Mittelstandskommunikation oder digitales Themenmanagement ging.

Entsprechend dienten einige Sessions ganz im Sinne des Design Thinkings einem Testen und Verbessern von Konzepten noch vor ihrer Veröffentlichung. In anderen sind konkrete Ideen bzw. Teams für die Forschung, aber auch für Open Educational Ressources (OER) im Bereich Kommunikation und Medien entstanden. Immer, und das ist am Wichtigsten, ging es jedoch um ein besseres Verständnis und den Austausch auch über die Grenzen von Disziplinen hinweg. Die Sessions wurden von den Teilnehmenden weitgehend dokumentiert.

Heinz Wittenbrink hat nebenan schon zum #wissbar19 gebloggt.

Weitere Informationen zum #wissbar19 finden Sie hier.

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