Forschungsprojekt „ALLE im digitalen Wandel“ startet erfolgreich

Zu neuen Formen der Arbeit können ForscherInnen des dkmi jetzt zusammen mit einem Netzwerk aus Unternehmen und einer großen Verwaltung experimentieren. Der Hintergrund: Arbeit verändert sich durch den digitalen Wandel.

Notwendig sind nicht nur neue Abläufe, sondern auch das Hinterfragen von Werten, lebenslanges Lernen und bessere Kommunikation. Das Forschungsprojekt „ALLE im digitalen Wandel“ wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) für drei Jahre bewilligt und ist ein Projekt im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

Der digitale Wandel fordert Veränderung. Gerade Unternehmen und Verwaltungen bekommen das zu spüren und müssen anspruchsvollen und vielfältigen Anforderungen verschiedenster Seiten gerecht werden. Besonders wichtig hierbei: die MitarbeiterInnen werden im Zuge der Veränderungen nicht nur abgeholt, sondern aktiv daran beteiligt. Immer weiter in den Fokus rückt dabei ein besonderes Thema: das lebenslange Lernen. Es geht um Weiterbildung, Entwicklung, Wachstum.  

Genau hier setzt das Projekt „ALLE im digitalen Wandel“ der Hochschule Darmstadt (h_da) an. Das Besondere: das Projekt bringt Fragestellungen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen zusammen und beschäftigt sich mit Arbeitsorgnisation, selbstgesteuertem Lebenslangem Lernen und Veränderungskommunikation. Die Hypothese des Forschungsteams: Diese drei Aspekte sind untrennbar verbunden und Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation von Unternehmen und Verwaltungen.

Bewusst wird mit traditionellen Mustern und Grenzen von Unternehmen und Organisationen gebrochen. Es werden Veränderungsprozesse angestoßen, die im Zeichen der digitalen Transformation stehen und auf organisationsübergreifenden Ebenen wirken. Sprich: Beschäftigte werden über Organisationsgrenzen hinweg zusammengebracht, um ihre Arbeitsumgebungen weiterzuentwickeln und voneinander und miteinander zu lernen. Das Projekt bietet Unternehmen außerdem die Möglichkeit, sich mit dem Thema New Work auseinander zu setzen und neue Methoden auszuprobieren.

Das Partnernetzwerk der h_da ist dabei bewusstheterogen. Die Netzwerkpartner haben die Möglichkeit, sich über Erfolg und Misserfolg zu Feedback zu geben und zu bekommen, in einem geschützten Raum zu lernen und auch mal zu scheitern. Das Projekt schafft so Raum für Wandel und Wachstum.
Das Netzwerk reicht vom Großkonzern Merck KgaA über die Kreisverwaltung des Landkreises Darmstadt-Dieburg bis hin zur Fink und Fuchs AG, VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverabeitungssysteme GmbH, Kunzler Service GmbH und dem auf lebenslanges Lernen spezialisierten Unternehmen Schenck.de AG.

Ausgehend von „äußeren Veränderungsthemen“ wie Digital Literacy und New Work wird ein besonderes Augenmerk auf die inneren Prozesse und Erfolgsfaktoren bei Personen, Teams und Organisationen gelegt: Resilienz und Agilität, lebenslanges Lernen und eine auf Veränderung und Wandel ausgerichtete Kommunikation und Kultur.
Der Ansatz besteht darin, eigenmotiviert, selbstgesteuert, kommunikativ und informell das lebenslange Lernen zu fördern. Ziel ist es, dass sich Beschäftigte auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen. Das Projekt sieht dabei fünf Bausteine vor:

  1. Individuelle Resilienz fördern über die Weiterentwicklung der mentalen und kognitiven Ressourcen der Beschäftigten.
  2. Ein agiles, auf Veränderung ausgerichtetes Mindset entwickeln – dies schließt Veränderungskommunikation und Unternehmenskultur ein.
  3. Die Beschäftigten zur Digital Literacy und zum Digital Workplace befähigen,
  4. Die Umsetzung fördern über die Bildung von unternehmensübergreifenden Online- und Präsenz-Communities und Networks innerhalb des Konsortiums.
  5. Kommunikation über das Konsortium hinaus zum Transfer von Erfahrung und Wissen in nicht am Projekt beteiligte Organisationen.

Das dreijährige Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und von der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub) getragen.


Forschungsprojekt „ALLE im digitalen Wandel“ startet erfolgreich